30. Delegiertenversammlung der Regio Wil
Die Regio Wil hat an ihrer 30. Delegiertenversammlung zentrale strategische Weichen gestellt – von der einstimmig verabschiedeten «Vision 2035» bis zu wichtigen Impulsen für WILWEST und die Agglomerationsprogramme.
Mit deutlichen Signalen für eine gemeinsame regionale Zukunft hat am 27. November 2025 die 30. Delegiertenversammlung des Vereins Regio Wil im Toggenburgerhof in Kirchberg stattgefunden. Beat Schwarz, Präsident der Regio Wil und gleichzeitig Gemeindepräsident Sirnach, eröffnete den Anlass in Anwesenheit des St.Galler Regierungsrat Marc Mächler mit einem Zitat von Mahatma Gandhi: «Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.» Entsprechend standen strategische Entscheide und richtungsweisende Projekte im Mittelpunkt.
Einstimmige Zustimmung zur Vision 2035
Höhepunkt der Versammlung war die Präsentation und anschliessende Genehmigung der neuen «Vision Regio Wil 2035». Die Delegierten aller vertretenen Gemeinden stimmten der Vision ohne Gegenstimme zu. Die Vision umfasst vier zentrale Ziele: gemeinsame Entwicklungsperspektive erarbeiten, das politische Gewicht der Region erhöhen, Kooperationen und Allianzen ausbauen sowie die regionale Identität und Sichtbarkeit stärken.
Politische Einschätzung zum «Endspurt WILWEST»
Gastreferent Boris Tschirky, Kantonsrat und Gemeindepräsident von Gaiserwald, erläuterte die politische Ausgangslage zur St.Galler Volksabstimmung vom 8. März 2026 über das Grundstückgeschäft WILWEST. Entscheidend sei die Mobilisierung der Befürworter, betonte Tschirky. Fundamentale Gegner von WILWEST liessen sich auch mit den besten Argumenten nicht überzeugen. Die Energie sei daher besser dort eingesetzt, wo sie Wirkung zeige: Bei den Menschen, die noch kritisch oder unentschlossen seien. Zudem hielt Tschirky fest, WILWEST werde zwar oft als Leuchtturmprojekt bezeichnet, sei aber weit mehr als das: ein wegweisendes Vorhaben für die Region und den gesamten Kanton St.Gallen.
WirtschaftsPortalOst und Agglomerationsprogramme
Robert Stadler, Geschäftsführer des WirtschaftsPortalOst (WPO), zog eine insgesamt sehr positive Jahresbilanz. Besonders hervor hob er den neuen «My Skills Experience Day» sowie die vielseitige Veranstaltungsreihe der Standortcommunity, die 2025 knapp 900 Teilnehmende anzog. Als neues Angebot präsentierte Stadler zudem die WPO-Plattform, welche in Echtzeit Auskunft über Firmengründungen, Zuzüge, Wegzüge und Löschungen pro Gemeinde bietet. Damit erhalten Gemeinden beispielsweise die Möglichkeit, gezielt Anlässe für «Firmen-Neuzuzüger» durchzuführen. Im Anschluss ergänzte Peter Guler, Geschäftsleiter der Regio Wil, den Rückblick mit aktuellen Informationen zu den Agglomerationsprogrammen Wil und zeigte auf, welche Entwicklungsschritte anstehen.
Budget 2026 und Mitgliederbeiträge bestätigt
Die Delegierten genehmigten das Budget 2026 einstimmig. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert: Politische Gemeinden im Agglomerationsperimeter zahlen Fr. 7.50 pro Einwohner, Gemeinden ausserhalb des Perimeters Fr. 6.50 und Körperschaften pauschal Fr. 500.
Projekt «100in100» und Verabschiedung von Anne Rombach-Jung
Unter «Varia» wurde das Uzwiler Energieprojekt «100in100» vorgestellt, das die Modernisierung von 100 Heizungen innert 100 Tagen anstrebt. Zum Abschluss verabschiedete der Verein seine langjährige Geschäftsführerin Anne Rombach-Jung mit grossem Applaus.





