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Kanton und SBB beantworten Petition

Öffentlichkeit für das ÖV-Angebot sensibilisiert

Nachdem am 9. Dezember 2016 dem Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen weit über 11‘000 Unterschriften überreicht werden konnten, wurde die Petition nun durch Kanton und SBB beantwortet. Mittels einer Medienkonferenz konnten die IGÖV Wil, die Stadt Wil sowie die Regio Wil heute über die Antworten des Kantons St. Gallen sowie der SBB informieren. Diese entsprechen zwar nicht den Wünschen der Petitionäre, lassen jedoch durchaus – für die ferne Zukunft – hoffen.

Rund 12‘000 Personen – seit Eingabe Anfang Dezember treffen laufend weitere Unterschriftenbögen ein – forderten mit der im Mai lancierten Petition den Erhalt der Angebotsdichte im Regionalverkehr, die Modernisierung des eingesetzten Rollmaterials sowie die Vorantreibung der nötigen Infrastrukturausbauten, namentlich die sogenannte Perronverlängerung Wil. Der Kanton St. Gallen sowie die SBB haben dazu Stellung bezogen und die Petitionäre wie folgt informiert. (Hier finden sie die offiziellen Stellungnahmen vom Kanton St. Gallen und der SBB.)


Regio_Wil_informiert

Bild: infowilplus.ch

Forderung 1: Verbindung – Erhalt der Verbindungsdichte für den Verkehrsknoten Wil und die Region

Grundsätzlich gibt es mit dem Fahrplan 2019 keinen Abbau in der Verbindungsdichte – jedoch in der Verbindungsqualität. Es werden weiterhin pro Stunde 2 IR in Wil halten. Ebenfalls wird es 2 S-Bahnverbindungen pro Stunde Richtung St. Gallen sowie Richtung Winterthur geben. Der Teufel liegt jedoch im Detail: Während dem sich diese Verbindungen momentan auf den Knoten x.00/x.30 konzentrieren, werden die S-Bahnverbindungen um 15 Minuten verschoben und bilden nun einen neuen Knoten um x.15/x.45. Dies ist insofern ungünstig, da dies die Sicherstellung der Verbindungen aus der Region nach St. Gallen oder über das Fernangebot nach Zürich verkomplizieren. Überall dort wo die Busse im Halbstundentakt fahren gilt es die Entscheidung zu treffen, ob eine schlanke Verbindung nach St. Gallen oder nach Zürich und weiter hergestellt werden soll.

Verbindungsdichte_2019 Verbindungsdichte ab 2019 (Quelle: SBB)



Dieses Dilemma wird versucht mit dem Buskonzept Fürstenland 2019, welches zurzeit bei den Gemeinden in der Vernehmlassung ist, aufzufangen. Mittels Mehraufwendungen durch die Gemeinden und den Kanton kann somit unter der Woche das Angebot gehalten, in Wil gar etwas ausgebaut werden.

Forderung 2: Modernisierung - Einsatz von Niederflur-Rollmaterial in ausreichender Kapazität

In Wil verkehren momentan keine Niederflurzüge, da einerseits aufgrund der Durchbindung nach Lausanne auf dieser Strecke ein Neigezug eingesetzt werden muss und andererseits keine weiteren Niederflurfahrzeuge zur Verfügung stehen. Sofern die neun Doppelstockdosto-Züge gemäss momentanem Plan eingesetzt werden können, soll ab 2019 1x pro Stunde, ab 2021 gar 2x pro Stunde Wil mit den neuen Fahrzeugen bedient werden. Die Herausforderung hier wird sein, dass die sogenannte Peronverlängerung nicht bis zu diesem Zeitpunkt realisiert sein wird und diese Züge somit zu lang für den Bahnhof Wil sein werden. Die SBB verspricht hierfür eine Lösung zu finden. Wie diese Aussehen wird, konnten bis jetzt nicht beantwortet werden.

Rollmaterial_2019

geplantes Rollmaterial ab 2019 (Quelle: SBB)

Rollmaterial_2021
geplantes Rollmaterial ab 2021 (Quelle: SBB)


Forderung 3: Ausbau - Notwendige Perronverlängerung rasch umsetzen sowie Vorantreiben der Mittelfristplanung für den Knoten Wil.

Das Projekt Perronverlängerung Wil wird von Seiten SBB schon sehr lange diskutiert und immer wieder verschoben. Eine schlüssige Begründung haben die Betroffenen nie erhalten. Die dafür nötigen rund 36 Millionen Franken wären nicht das Problem. Mit der Beantwortung der Petition hat die SBB einen aktuellen Zeitplan zur Realisierung des Projektes vorgelegt. Gemäss diesem kann im Dezember 2023 das neue Perron in Betrieb genommen werden.

Aufmerksamkeit als Lohn gemeinsamer Bemühungen

Das Fazit für die Beteiligten fällt durchmischt aus. Einerseits muss man akzeptieren, dass die Forderungen nicht – oder zumindest nicht im gewünschten Zeitraum – umgesetzt werden können andererseits konnte mit der Petition durchaus einiges erreicht werden: Die breite Aktivierung der Bevölkerung sowie das enorme Engagement in der Region zeigt auf, dass das Thema bewegt. „Ich bin auch auf Unterschriftenfang gegangen und keiner hat sich gewehrt seine Unterschrift zu geben“, sagt Susanne Hartmann, Stadtpräsidentin von Wil. Mit der Petition ist es gelungen die Bevölkerung auf ein drohendes Szenario aufmerksam zu machen und sie dafür zu sensibilisieren. Lucas Keel, Präsident der Fachgruppe Mobilität der Regio Will ergänzt: „Ebenso ist es wichtig, die Komplexität hinter diesen Mechanismen zu verstehen. Was heute passiert, wurde vor x Jahren beschlossen“. Die Gespräche mit dem Kanton und der SBB konnten intensiviert werden. Als Region hat man es geschafft sich zu Positionieren und mit seinen Anliegen ernst genommen zu werden. Auch wenn die Forderungen nicht den Wünschen entsprechend umgesetzt werden, war die Petition keines Falls für die Katz, sondern ein extrem wichtiges Element zur Stärkung der Region.


Die Stadt und Region Wil werden sich weiterhin auf allen möglichen fachlichen und politischen Ebenen für ein optimales ÖV-Angebot einsetzen, dies hielten die Verantwortlichen an der gestrigen Medienkonferenz noch einmal in aller Deutlichkeit fest.

Die Beantwortung der Petition fand zudem ebenfalls Beachtung in den lokalen Medien:

infowilplus.ch, Tagblatt, TVO, Teletop,
Stadt Wil


   

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